Die ZEITNOT
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Der Brief an Genossen A.

Den 14sten Februar 2002

Hallo, A.!

[...]  Z.Z. versuchen wir in unserem Lande eine relative Ordnung in System der alternativen marxistischen Ausbildung zu bringen. Unser Ziel ist die Arbeit des Systems zu optimisieren. Da haben wir die folgenden Probleme.

I. Wir haben kommunistische Mehrparteilichkeit (ich weiss nicht, ob solches Wort im Deutschen gibt; es wuerde freilich besser (so meine ich) das mit dem Wort "Sektierertum" zu nennen). Das klingt im Deutschen leider nur veraechtlich, aber auf dem Russischen die Erscheinung, die mit dem Wort "Sektierertum" bezeichnet ist, klingt nicht nur obligatorisch und nicht nur immer negativ.

Sektierertum ist historisch objektiv notwendige Stufe der Entwicklung der Bewegung, und von dieser Seite soll man diese Erscheinung auch positiv betrachten. So oder anders, aber davon entsteht das Problem, dass Mitglieder von Gruppen ("Parteien"), die  (die letzten) Seminare fuehren, einfach nicht wissen von anderen Seminaren, die in der denselben grossen Stadt wie z.B. Moskau, Leningrad usw existieren. Und die Leitung von Zirkeln ("Parteien") ist nicht interessiert daran, Information ueber Seminare zu verbreiten. Sie brauchen fanatische Nachfolger von Sekten, sondern nicht Freidenker, Dissidenten, die (so glaubt die Leitung) die Arbeit von Seminare zerstoeren koennen. Die Sekten ("Parteien") haben schon eigene Ideologien, meist von denen schon vor dem August 1991 voellig vorbereitet wurden, und seitdem nur in nebensaechlichen Einzelheiten veraendert werden sind.

Im grossem und ganzen zeichne ich zwei Hauptrichtungen in der linken Opposisionsbewegung aus. Die Nachfolger der ersten Richtung sind Epigone des Leninismus (Stalinisten, Trozkisten, Hojaisten, Maoisten uae.).  Vertreter der zweiter Richtung versuchen sich auf dem autentischen Marxismus, vor allem auf Leninismus, zu gruenden. Wenn ich mich nicht geirrt habe, unsere
Gruppe und eure Vereinigung gehoehren zu der zweiten Richtung, die viel kleiner, bekannt und einflussreicher ist, als die erste Richtung.

Ich schaetze fuer die groesste Gefahr fuer unsere Richtung die Tendenz, sich in vulgaere theoretisch, organisatorisch und politisch impotente Sektanten umzugestalten. Es ist leider zu sehr leicht zu machen. Unvergleichend leichter, als etlich wirkend zu bleiben. Diese Gefahr prinzipiell basiert sich, meiner Meinung nach, auf der Unfaehigkeit oder auf der nicht genuegenden Faehigkeit die Augaben des Kampfes fuer Sozialismus und fuer Demokratie zu bestimmen und zu trennen. Vertreter der ersten Richtung haben keine blosse Ahnung davon, dass diese Aufgaben ihre eigene Spezifik haben und oft sehr stark unterscheiden. Das fuehrt in Praktik systematisch zu ganz schlechten Resultaten. In Praktik versuchen sie fuer Sozialismus "im allgemeinen" zu kaempfen. Das Wort "Demokratie" ist in der heutigen ehem. UdSSR sehr nicht popular. Jede, sogar die kleinste, "Partei", die zu der ersten Richtung gehoehrt, geht davon aus, dass alles mit Theorie und mit praktischen Aufgaben des Kampfes klar ist: nur diese "Partei" hat alles richtig bestimmt, die tadellose Doktrine vorbereitet, und jetzt bleibt es nur praktisch zu taetigen, fuer Sozialismus zu kaempfen.

Dafuer braucht man in die erste Reihe, dass die oppositionell gelaunten Menschen in die "Partei" eintreten und als ihre Mitglieder organisiert arbeiten sollen. Aber Feinde sind ringsumher, die stoeren. Trotzkisten sind mit dem Kampf mit Stalinisten beschaeftigt, Stalinisten kaempfen nit Trotzkisten usw., und fuer alles anderes bleibt fast keine Energie und Zeit.

Die praktischen Moeglichkeiten dieser Parteien sind aber, der Regel nach, sehr arm. Sie sind darum gezwungen vorwiegend mit Teilnahme an Demonstrationen, Meetings, Pikette sich begraenzen. Ausserdem koennen sie in der Lage sein etwas zu verlegen und zu verbreiten und theoretische Seminare zu fuehren. Einige von ihnen nehmen ausserdem Teil an verschiedenen politischen Auswahlen. Es waere alles.

Sie stellen nicht vor und sind sogar nicht in der Lage ihre Taetigkeit systematisch vorzustellen. Sie sind nicht in der Lage klar zu bestimmen, was bezieht sich zum Kampf fuer Demokratie und zum Kampf fuer Sozialismus, welche Augaben der ersten und der zweiten Gruppe am wichtigsten sind und welche fast ganz nicht wichtig. Fuer "Parteien" ist nur das einzige klar, naemlich, dass erfolgreiche praktische Arbeit nur von ihr selbst, schlechterfalls unter ihrer unmittelbaren Leitung, gemacht werden kann.

Darum beschaeftigen sie sich mit nebensaechlichen Sachen von geringer politischen Bedeutung, Resultate ihrer Taetigkeit sind enttaeuschend, die Bewegung wird immer wieder kleiner an Menschenkraft und schwaecher im praktischen Einfluss auf reale Politik.

Ich glaube, dass die zweite Richtung, zu der wir gehoehren, von diesen Fehlern frei ist oder, wenigstens, frei sein muss. Unsere Hauptaufgabe also ist, realistisch und maximal konkret globale Tendenzen der Entwicklung des Kapitalismus und des antiimperialistischen Kampfes einzuschaetzen. Davon werden die praktische Aufgaben fuer internationelle antiimperialistische Bewegung folgen. Weiter, ausgehend davon, soll man dieselbe Tendenzen und Aufgaben in einzelnen Regionen und Laendern der Welt fuer einzelne nationale Abteilungen des Weltproletariats zu bestimmen.

Dabei soll man genau vorzustellen, was sich naemlich zu Aufgaben des Kampfes fuer Sozialismus bezieht und was zu Aufgaben des Kampfes fuer Demokratie. Diese Aufgaben sollen nicht vermischt und verwechselt werden. Ausgehend davon soll man auch klar die Bedeutung von einzelnen konkreten Aufgaben zu bestimmen. Als Resultat sollen wir einen klaren Plan der praktischen Taetigkeit zu bekomen. Das werde ich tausendmal wiederholen, bis Menschen das endlich verstehen werden.

Ich erklaere das. Wie ich schon geschrieben habe, ist die Mehrheit der Teilnehmer der linker Opposition sogenannte Patrioten. In vielen Aktionen vereinigen sie sich normalerweise mit offenen ausserst rechten Kraeften, die sich auch Patrioten nennen. Sie halten fuer ihr gemeinsames Ziel  Wiederherstellung der Sowjetunion. Fuer sie ist es nicht besonders wichtig, dass dieser Staat nicht ganz proletarisch, genau gesagt, gar nicht proletarisch, d. h. gewoehnlicher buergerlicher Staat,  wird. Sie halten in diesem Zusammenhang fuer das wichtigste, dass sie zusammen mit offenen Nazisten volksfeindliche Regierung herabstuerzen und eine neue Ordnung aufstellen werden. Fuer das beste Verfahren dazu halten sie den Weg der politischen Wahlen auf allen Ebenen. Sie halten auch fuer wichtig gleich jetzt fuer Verbesserung der Lage der Arbeiter zu kaempfen. D.h. dass volkstuemliche Deputierten, falls sie gewaehlt werden, ums Wohl des Volkes kuemmern wuerden. Sie wuerden die sozial-oekonomische Lage des Landes stabilisieren, damit das Leben der Arbeiter nicht zu schwierig wuerde.

Dieses Program halten unsere linke Patrioten fuer sozialistische und kaempfen von diesem Standpunkt mit allen antipatriotischen Kraeften: mit Trotzkisten (so nennen sie alle Teilnehmer der linker Bewegung, die sich selbst nicht fuer "Patrioten" halten), mit heimlichen Zionisten (lies: mit Juden), mit Gegner der Russischen Orthodoxen Kirche und, am letzten Ende, mit volksfeindlisher "demokratischer" Regierung. Es ist sehr wichtig, dass das Wort "Demokratie" bei uns weitgehend ein etliches Schimpfwort wurde, weil moderne Machthaber voellig sein Sinn entstellt haben. Die linken Oppositionaere nicht nur nicht schaetzen, sondern sogar hassen buergerliche Freiheiten. Sie sind nicht imstande zu verstehen, dass diese Freiheiten maechtige Mittel im Kampf fuer Sozialismus sind.

Darum man kann sagen, dass es in der ehem. UdSSR linke antiklerikale, feministische, oekologische usw. Bewegungen ueberhaupt nicht gibt. Mit anderen Worten, gibt es gar keine Mittel der Arbeit mit Massen ausser oben vorgestellten "Parteien". Daraus folgt die Aufgabe, die von zwei Teilen besteht: erstens, die Partei, die gueltiges Program der Taetigkeit vorschlagen kann, zu bilden, und, zweitens, gleichzeitig breitere allgemein sozialistische und demokratische Bewegungen zu bilden und zu entwickeln. Den zweiten Teil der Aufgabe kann man praktisch buchstaeblich heute machen. Mit dem ersten Teil ist die Sache viel mehr komplizierter und schwieriger.

Wozu man ueberhaupt dringend eine neue arbeitsfaehige kommunistische Partei braucht? Warum passen nicht die Parteien dazu, die schon existieren? Die erste Reihe der Ursachen habe ich schon vorgestellt. Stellen wir weiter vor, dass die Enthusiasten, die richtig die Aufgaben des modernen Kampfes fuer Sozialismus und Demokratie verstehen, nicht parteilich organisiert, vereinzelt in konkreten Richtungen (Antiklerikalismus, Feminismus usw.) zu arbeiten beginnen. Ich habe beabsichtigt bisher in dieser Reihe nicht die Arbeiterbewegung genannt. An und fuer sich kann sich die demokratische Bewegung, einschliesslich die Arbeiterbewegung, falls sie nicht genug konsequent und zweckmaessig ist, in Werwirklichung der sogenannten "kleinen Taten" umgstalten und sogar schaedlich fuer Kampf fuer Sozialismus und nuetzlich fuer heutige Machthaber werden. Darum ist der erste Teil der allgemeinen Aufgabe nicht weniger wichtig.

Es ist ganz leicht etwas, was einem Program aehlich ist, zu dichten, eine Dutzend Freunde zu sammeln und mit ihnen die Bildund einer neuen bewusst impotenten Patei zu verkuendigen. Das habe ich seit 1986 mehrere Dutzende Male gesehen. Ich glaube, dass Misserfolge darum passierten, dass objektive und subjektive Bedingungen fuer Entstehung von Partei  bisher nicht vorhanden waren. Dafuer sollten bestimmte Prozesse vor sich gehen und ziemlich lange Zeit verfiessen. Ich meine, dass sogar jetzt Moment der Verkuendigung einer gueltigen Partei noch nicht nah ist. Z.Z. koennen und sollen wir, die Menschen, die die Lage und eigene allgemeine Aufgaben so verstellen, nur entsprechende Vorarbeit machen. Es gibt solche Menschen und solche Arbeit gemacht ist, gluecklicherweise, schon in Dauer einiger letzten Jahre. Wir sind nicht zahlreich, und unsere praktische Moeglichkeiten sind aermlich, aber trotz alledem machen wir ziemlich grosse Arbeit.

Wir alle verstehen, dass keine Rede von Partei ohne haltbarer theoretischer Base sein kann. Das ist die allerwichtigste Frage. Unsere Theorie kann selbst und fuer sich soviel man will kompliziert, umreichend und schwer fuer Verstehen sein. Das wichtigste ist, dass sie richtige, einfache, klare und gut mobilisirende Losungen zu ausarbeiten erlaube. Dafuer braucht man, seinerseits, moeglichst mehrere gueltige intellektuelle Kraefte zu finden und zu akkumulieren, sie mit den befriedigenden Kommunikationsmitteln, ueberhaupt mit ertraeglichen Arbeitsbedingungen, zu versorgen und ihnen konkrete genug Arbeitsaufgaben zu bestimmen und zu geben. Man braucht, mit anderen Worten, in die erste Linie eigenartige intellektuelle Fabrik zu bauen. Davon soll alles beginnen.

Bis dem August 1991 haben wir beinahe hunderte Tausende Akademiker, Professore und Dozenten gehabt, die sich lebenslang mit gesellschftlicher Theorie beschaeftigt hatten. Schon damals aber war riesige Mehrheit von ihnen faktisch nicht nur fruchtlos, sondern direkt schaedlich. Seitdem ist 10 Jahre verfliesst, und viele etlich prominente Humanitarien sind aus dem Leben gekommen. Z.Z. bleiben nicht viele gueltige fuer Verwirklichung unsere Aufgabe Vertreter der alten sowjetischen Schule lebendig, aber, seinerseits, gluecklicherweise auch nicht zu wenige. Es ist schlecht, dass es zwischen ihnen keine grosse universale Wissenschaftler, aber es gibt relativ nicht wenig ausgezeichnete Spezialisten in engen Gebieten der Gesellschaftswissenschaft, die erfolgreich sogar jetzt in ihren Forschungen marxistische Methodologie benutzen.

Viel schlechter ist die Lage mit wissenschaftlicher Jugend. Die vergehende Zeit, allmaehliche Veraenderung der intellektuellen Landschaft spielen zerstoerende Rolle da. Seinerseits, waechst die aufrichtige schoepferische Interesse von wissenschaftlicher Jugend mit jedem Jahr zum Marxismus.

Man muss mit allen diesen menschlichen Ressourcen arbeiten und, ausserdem, mit verschiedenen neu entstehenden demokratischen, einschliesslich Arbeiter-, Bewegungen. Aller Anfang ist schwer, aber die Aufgabe ist damit erleichtert, dass es Z.Z. nicht zuviel Menschen gibt, mit denen man unmittelbar arbeiten braucht. Darum ist die Aufgabe, die wir fuer uns selbst bestimmt hatten, realisierbar.

Aber in seinem ganzen, allgemeinen ist es ein sehr grosses Projekt, das kaum eine kleine Gruppe zustande wird zu verwirklichen. Freilich kann sogar eine nichtinternationelle Organisation diese Aufgabe ueberhaupt nicht verwirklichen. Ich bin aber davon ueberzeugt, dass eine internationationelle Organisation das machen kann. [...]

Es scheint mir, wir meinen gleich, dass ein neuer grosser Durchbruch zum Sozialismus, wie Oktoberrevolution oder Kaskade von Revolutionen am Ende des zweiten Weltkrieges, nicht bald stattfinden soll. Ich meine keinesfalls frueher als in 10 - 15 Jahre. Die moderne revolutionaere Ereignisse in Lateinamerika und in einigen asiatischen Laendern, vor allem in Indonesien, koennen viel schneller zum Erfolg bringen, und der Bau  des Sozialismus kann  dort beginnen, aber es wird kaum etwas neues dem modernen Sozialismus, ich meine, der Theorie und der Praktik des Kampfes fuer Sozialismus, zu geben. Im Resultat des Sieges der Revolutionen werden Regime am wahrscheinlichsten entstehen, wie in Nordkorea oder in der Tschechoslovakei (ich meine, mit Erhaltung des Praesidententums und anderer prinzipiell wichtiger buergerlichen Instituten). Das bezieht sich nicht zum heutigen, sondern zum gestrigen Tag des Sozialismus. Objektiv koennen wir nicht auf etwas groesseres da rechnen. Natuerlich, revolutionaerer Kampf in Lateinamerika, als im gewissen Sinne Sozialismus in Aktion, wird haben und hat sogar jetzt hat eine sehr wichtige selbstaendige unternationelle Bedeutung, weil er z.B. Demonstrationen der proletarischen Solidaritaet braucht. Ausserdem er dient als praktischer Beweis dazu, dass Sozialismus nicht blosse Erdichtung von Marxisten ist. Es waere aber alles positive, was diese Erscheinung heute in sich hat.

Ich meine, dass grosse positive fuer Sozialismus Veraenderungen in der Welt stattfinden koennen, nachdem lateinamerikanische Revolutionen besiegen werden. Und es kann verhaeltnismaessig bald erscheinen. Aber ich bin nicht zustande mich klarer zu aessern. Ich kann in diesem Zusammenhang nur das einzige sagen, dass es die  Verteilung der politischen Kraeften in der ehem. sozialistischen Laendern prinzipiell nicht veraendern kann. Positive Veraenderungen solcher Art koennen in Prinzip im Westen passieren, aber bei uns sicher nicht.

Ehrlich gesagt, ich befuerchte sogar, dass nahe in der Zukunft legende Erfolge von Revolutionen in Lateinamerika zu massiver Offensive der extremal rechten Reaktion hier fuehren koennen. Es klingt defaetistisch, nicht optimistisch, aber wir sollen von der objektiven Wirklichkeit, sondern nicht von unseren subjektiven Stimmungen ausgehen. Damit mein Gedanken klar zu machen, soll ich eine kleine Einfuhrung in die Lage der linken Bewegung in der ehem. UdSSR zu geben.

1. Stalinisten, oder Patrioten. Sie bilden kolossale Mehrheit von Mitglidern von Bewegung. Die kolossale Mehrheit von ihnen kuemmert sich, seinerseits, um die "Rettung des Russlands" (d.h. des Buergerregemes in Russland), um Stabilisierung der oekonomischen und sozialer Lage im Staat, ohne revolutionaere Veraenderung der Staatsordnung. Sie blokieren mit extremal rechten politischen Kraeften und selbst dabei treten mit aeusserst reaktionaeren Erklaerungen aus. [...]

Die Minderheit von ihnen, von anderer Seite, sieht von aussen aeusserst revolutionaer. Ich meine stalinistischen Komsomol. Genau Mitglieder des letzten sind jetzt in Kerker. Kurz und gut nenne ich diese Publik Volkstuemmler. Sie sind selbstverstaendlich antiamerikanisch (="antiglobalistisch") gestimmt. Praktisch aber ist es hoechst reaktionaerer Grossrusslandschauvinismus, und nichts mehr.

Wir koennen mit ihnen sehr wenig in sehr wenigen nebensaechlichen Initiativen zusammenarbeiten, und wir machen das, aber es waere alles.

Unsere Aufgabe ist, diese politische Kraeften hinter sich zu fuehren, aber wir sollen auch dabei Realisten bleiben. Bei bestimmter Veraenderung der Lage, als z.B. die Macht wankt, koennen die Stalinisten mit offenen extremal Rechten voellig blockieren und "national-demokratische", "national-befreiende" Revolution zu initiieren. Es wird praktisch extremal rechter politischer Staatsstreich sein, und extremal rechte politische Diktatur eingefuehrt wird.

Darum ist es praktisch fuer uns sehr schwierig an antiglobalistischen Aktionen teilzunehmen. Dafuer brauchen wir mindestenst eigene Konzeption des Antiglobalismus, die genug tief und klar von der entsprechenden "patriotischen" Konzeption distanziert sei. Solche Konzeption haben wir leider z.Z. noch nicht freilich darum, weil es fuer uns nicht die aktuelste und wichtigste Frage ist. Ich meine, dass die Frage vom Wesen des modernen proletarischen Internationalismus z.B. z.Z. fuer uns praktischer wichtiger ist.

2. Trozkisten, Hodjaisten, Maoisten, Proletaristen verschiedener Art. Im grossen und ganzen sehr wenige und einflusslose. Z.Z. unterscheiden wir hier vom Westen davon, dass unser Kathedersozialismus unvergleichend schwaecher ist. Aber er entwickelt sich sehr schnell und aktiv, und ich glaube, dass seine Lage im Laufe naechsten 10 Jahre aehnlich seiner Lage im Westen wird.

Ich fuehre ein Beispiel, damit meine Position klaerer zu machen. Bei uns entstand Bewegung "Alternativen" vor 10 Jahre. Sie war von linken Professoren Moskaus und Leningrads begruendet: Buzgalin, Kolganov, Abramson ua. Zuerst war es vehaeltnismaessig kleine Gruppe, nicht eigentlich Bewegung, die sich Initiative von Kommunisten-Internationalisten genannt hatte. Vor kurzem fand staatliche Registration von "Alternativen" als der allrussischen gesellschaftlich-politischen Bewegung statt. Seine Leiter hoffen in kurzer Zukunft auf Base der Bewegung eigene Partei zu begruenden.

In dieser Zusammenhang wurde Kongress der Bewegung in Moskau gefuehrt. Und Buzgalin war sehr erstaunt, als die Mehrheit der Mitglieder des Kongresses die Bewegung als sozialistische, sondern nicht als kommunistische zu nennen bestimmt hatte. Und es war fuer Mitglieder des Kongresses prinzipiell.

Selbst Buzgalin und die Lektoren seines Kreises meinen, dass es genug ist, um Kommunisten zu sein, nicht "Patrioten", Volkstuemmler, zu sein. Sie waenden sich an Nachlass der Frankfurter Schule, an analytischen Marxismus, Mandragora-Erfahrung uae. Sachen, die im heutigen Westen modern sind und fuer etlichen modernen Marxismus gehalten werden. Aber das hiesige Publikum schaetzt es nicht mehr als etwas allgemein linkes, sozialistisches, und das ist, ich glaube, objektiv richtig.

Soviel ich weiss, sehr wenige Namen der modernen russischen Sozialisten im Westen ueberhaupt bekannt sind. Das sind die Namen der Katheder-Professoren wie Buzgalin, Kagarlitskij uae. Im Westen gibt es viel mehr von "Kommunisten" solcher Art, aber prinzipieller Unterschied liegt daran, dass ein junger Mann im Westen kann sagen: "Ich studiere Marxismus bei X (bekannter katheder-sozialischer Professor, der als Kommunist gilt)".

Es ist nicht wichtig, dass dieser Professor in der Wirklichkeit gar kein Marxist ist. Wichtig ist es, dass man bei uns heute noch ueberhaupt nicht sagen kann. Kagarlitskij leitet Institut fuer vergleichende Politologie, aber, erstens, das gehoehrt zu seltensten Ausnahmen, und zweitens, selbst er sich als Kommunisten nicht bestimmt. Er nennt sich Sozialist. Aber, ich wiederhole, die Entwicklung des Katheder-Sozialismus geht bei uns sehr aktiv und rasch.

In Rahmen dieses objektiven Prozesses arbeiten bei uns theoretische Seminare. Ich persoenlich arbeite aktiv in diesem Gebiet. Ich verstehe sehr gut, dass es sehr weit davon ist, was ich haben moechte, dass es freilich mehr Schade als Nutzen bringen koenne, aber diese Arbeit soll gemacht werden.

II. 

1. Wir sehen also die Notwendigkeit, die Arbeit der politischen marxistischen Ausbildung systematisch zu fuhren. Am 24-26 April 2002 findet Konferenz in Moskau statt, da wird die Sektion der politischen Ausbildung arbeiten. Wir werden  Vertreter von Seminare von einigen Staedten sammeln und mit ihrer Teilnahme Gehirnsturm fuehren. Fuer uns wuerde sehr wichtig auch Teilnahme von Vertretern von Ausland. Dafuer koennten wir euch ofizielle Einladung machen. Die Frage ist, ob ihr wollt und konnt.

2. Die zweite Frage/Problem besteht im Wesen, Gehalt des System der Ausbildung. Das leichteste ist unsere Arbeit in dieser Richtung so fortzusetzen, wie es bisher ging. Ich meine, dass wir mit Erfahrung tauschen und Rationelles davon benuetzen koennen, aber dabei wird nichts prinzipielles veraendert. Wird es richtig oder nicht? Eigene unsere Kraefte sind sehr gering. Maximum, was wir praktisch machen koennen, ist es, dass wir ausgezeichnete methodische Rekomendationen schreiben und musterhaft die Arbeit ganz weniger Seminare stellen werden. Aber unsere Rekomendationen werden in der sichtbarer Zukunft fast keine praktische Rolle spielen.

Muessen wir darum das ueberhaupt machen? Oder es ueberfluessig, nutzlos ist?

Wie meint ihr?

Ich bitte um Verzeihung fuer mein schlechtes Deutsch, mehrere Wiederholungen und andere holprige Sachen. Ich habe keinen anderen Ausweg gehabt: Zeitnot.

Tschuess, Slawa.

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